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Über uns

by pandaadmin

Über PANDA

PANDA e. V. gibt es als gemeinnützigen Verein seit über zehn Jahren an einer für die Berliner Kultur zentralen Stelle im kleinen Hof der Kulturbrauerei. Im Jahr 2000 als russisches Kammertheater gegründet, entwickelte sich das PANDA zu einer interdisziplinären Kunst-, Politik- und Kulturplattform mit Ausstellungen, Lesungen, Konzerten, politischen Diskussionen, Kinoabenden und Performances. Daneben sind auch aktuell-politische und gesellschaftliche Themen insbesondere in der ehemaligen SU wie Situation um die LGBT- und Queerszene in Russland, Krim-Annexion, Krieg in der Ukraine etc. in den Vordergrund gerückt. Mittlerweile ist PANDA nicht nur zum wichtigsten Anlaufort für Kulturschaffende und demokratisch Denkende der russischsprachigen Community, sondern auch zu einer festen Größe der alternativen Kunst in Berlin geworden.

Trotz der großen Beliebtheit bei seinem Publikum stand das PANDA im Sommer 2018 kurz vor dem Aus, da die langjährige Unterstützung eines privaten Sponsorens aus familiären Gründen endete und ohne die es nicht möglich war, die Kosten dauerhaft zu decken. Das Team traf die Entscheidung, nicht aufzugeben und vorerst ganz ohne Bezahlung und insbesondere ohne externe Hilfe und MitarbeiterInnen weiter zu machen: Mit eigenen Kräften wurde das PANDA renoviert, ein neues Konzept erarbeitet und im Herbst die Wiedereröffnung gefeiert. Heute ist das PANDA wahrscheinlich die einzige nicht kommerzielle Einrichtung in der Kulturbrauerei, die keine staatliche Förderung bekommt und nur durch ehrenamtliches Engagement des PANDA-Teams existiert. Bei drei bis sechs Veranstaltungen pro Woche ist dies eine bemerkenswerte Leistung.

Konzept und Visionen

Von Ausstellungen über Artist Talks, politische Diskussionen, Theateraufführungen hin zu avantgardistischen Experimenten, aktueller Global Beats, futuristischen Performances, Queer- und LGBT-Projekten und gesellschaftlichem Aktivismus – unser Programm ist vielfältig und sorgt für einen ständigen Publikumsanlauf aus verschiedenen kulturellen und sozialen Kreisen. Folgende Schwerpunkte sind als Grundlagen unseres Konzeptes und unserer Zukunftsvisionen zu betrachten.

Die drei Säulen unseres Konzeptes sind:

  • PANDA als ein Ort in Berlin, in dem alternative Kunst sich kontinuierlich und ohne ökonomische Zwänge weiterentwickeln kann, Mut zum Experiment
  • politische und kulturelle Aufklärung und Austausch
  • Vernetzung im Kiez

Schon heute erreicht PANDA Theater e.V. Tausende von Followern in den sozialen Netzen und Live. Seit 2015 fanden hier über 500 öffentliche Events statt, die im Durchschnitt ca. 100 ZuschauerInnen und bei besonders gefragten Ausstellungseröffnungen bis zu 200 ZuschauerInnen angelockt hatten (Platzkapazität des Raumes: ca. 70 Sitzplätze und 120 Stehplätze).

Hierfür stehen wir:

  • Offen füreinander: Integration & Reintegration

Als Drehscheibe zwischen den Kulturen bringt PANDA die MigrantInnen mit deutschem gesellschaftlichem Diskurs in Berührung – und vice versa. (Nicht nur russische) Diaspora als Berliner Phänomen und experimentelle Kunstformen bilden auf der PANDA-Bühne eine neue Symbiose. Die Besonderheit des PANDA e.V. liegt in seiner Nähe zum Publikum: PANDA und sein Team sind ein integraler Bestandteil der Kiezkultur. Wir sind eine Grassroots-Organisation, die sich als treibende Kraft und Inspirationsquelle für sein internationales Publikum versteht. Im Gegensatz zu Großveranstaltungen bietet die Atmosphäre im kleinen alternativen Ort (wie viele solche Orte haben noch in den zentralen Bezirken überlebt?) die Gelegenheit, sich auf Augenhöhe zu begegnen, neue Erfahrungen zu machen und die gängigen Stereotypen grundlegend in Frage zu stellen.

Denn PANDA ist der einzige Ort in Berlin, der für den kulturellen Austausch und Zusammenarbeit der demokratisch denkenden AuswanderInnen aus der Ex-SU ein Forum bietet. Hier werden aber keine politischen Pläne geschmiedet, sondern freie Denke und Kultur gepflegt. Unser Publikum geht nicht mit den Rechten auf die Demos und wählt garantiert nie die AfD! Wir sehen uns als eine Schnittstelle der Kulturen: Integration im deutschen kulturellen Raum, der Gesellschaft und Politik, Erziehung des demokratischen Verständnisses, ökologischen, geschlechtspolitischen, unabhängigen Bewusstseins der russischsprachigen Diaspora – das geschieht im PANDA seit Jahren. Auf der anderen Seite helfen wir unseren deutschen Gästen, ein realistisches Bild von den AuswanderInnen aus der Ex-SU und russischsprachigen Kulturschaffenden zu bekommen. So lösen sich die Klischees von alleine auf. Auch georgische, ukrainische, litauische, serbische, italienische, arabische, türkische oder japanische Kunst findet bei uns ihren Platz.

  • Grenzen offen für die Kunst

Die Distanz zwischen Kunst und Publikum gehört immer mehr der Vergangenheit an. Die Genregrenzen verschwinden nach und nach, Synkretismus und Immersion sind mittlerweile selbstverständlich – die ZuschauerInnen werden zum Teil des Geschehens. Offen zu sein, bedeutet auch Mut zum Experiment. Als eine interdisziplinäre und formatoffene Kulturplattform, deren Besonderheit in ihrer Nähe zu den ZuschauerInnen liegt, legt das Panda großen Wert auf integrative und innovative Formate der Kunst. Immersive Projekte finden bei uns regelmäßig statt und stoßen immer auf begeisterte Reaktionen der BesucherInnen. Offen sein bedeutet auch Mut zum Experiment und künstlerischer Aufklärungsarbeit.

  • Raum offen für kleine Projekte

Die in den letzten Jahren in Berlin vom Aussterben bedrohte alternative Kunst findet im PANDA einen sicheren Platz. Der „Artenschutz“ wird mitten in Prenzlauer Berg betrieben – trotz den steigenden Kosten und kommerziellen Nachbarn. Für viele Berliner KünstlerInnen stellt die kleine Bühne eine perfekte Möglichkeit dar, ihre neuen Programme auszuprobieren. Dem Publikum geben wir eine Chance, noch Unbekanntes zu entdecken und für einen erschwinglichen Preis am kulturellen Leben teilzunehmen.

  • Bühne offen für politisch Verfolgte

Für die KünstlerInnen, die in ihren Heimatländern nicht immer die Chance haben, an ihr Publikum heranzukommen, sind die PANDA-Pforten immer offen. 2018 z.B. gab es ein journalistisch-visuelles Debut aus Sankt Petersburg. „Das weibliche Gesicht des Protests“ von Julia Schalgalieva erzählt über Frauen, die gegen das korrupte politische System in Russland kämpfen, Queer-Hiphop-Performance aus St. Petersburg, Festival von weißrussischen regimekritischen KünstlerInnen etc. Die Fortsetzung eines mit Unterstützung von MOST erfolgreich durchgeführten Kulturfestivals der Minsker Schule aus Weißrussland „72 Stunden“ ist geplant. Im Herbst 2018 fand das Musikfestival „PANDAwomen“ mit 8 Frauenbands aus Osteuropa und Berlin statt, gefördert von „MusicBoard“ Berlin. Den neuen Feiertag am 8 März feiern wir in diesem Jahr nicht nur als „Frauentag“, sondern mit Quarteera e. V., der für die Rechte der LGBT- und Queerszene in Russland kämpft.

Informationen zu PANDA finden Sie hier:
http://www.facebook.com/PandaTheaterBerlin/
https://www.youtube.com/user/PandaTheaterBerlin/videos
https://panda-kulturplattform.org

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